Alter Summit Konferenz Rights4all Now!

25.& 26. November 2016 in Brüssel

Soziale und Arbeitnehmerrechte in Zeiten von Austerität und Deregulierung.
Verstärkung und Vernetzung der Kämpfe in Europa

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Nach dem OXI und dem Brexit: Die Krise der EU und die Linke

Von Angela Klein
 
Innerhalb eines Jahres haben zwei Bevölkerungen Europas, jeweils im Süden und im Norden, gegen die EU bzw. ihre Politik gestimmt – aus ganz unterschiedlichen Motiven und mit unterschiedlicher Stoßrichtung. Richtete sich das OXI der Griechen am 5.Juli 2015 gegen die die Spardiktate der Troika und die Zurückstufung des Landes auf einen halbkolonialen Status, so war der Brexit in Großbritannien vor allem durch die Furcht vor "Überfremdung" und vom Wunsch bestimmt, der Personenfreizügigkeit in der EU einen Riegel vorzuschieben, gleichzeitig aber auch Ausdruck des Wunschs, mit den herrschenden politischen Eliten abzurechnen. Wurde das NEIN der Griechen von der Linken angeführt, so wurde das NEIN der Briten von der Rechten gekapert.

Alter Summit Konferenz im Herbst 2016

Soziale & Arbeitsrechte in Zeiten von "Sparmaßnahmen" und Deregulierung:
Stärken und Kämpfe in Europa - Brüssel 25.&26. November

Während der zwei Tage des Plenums und der Workshops, am 25. und 26. November in Brüssel, diskutieren wir die Dringlichkeit eines ökologischen Wandels, die Digitalisierung und Internationalisierung von Produktionsprozessen, die politischen und sozialen Auswirkungen der Migration und die Notwendigkeit der Verteidigung sozialer und öffentlicher Dienstleistungen. Wir führen einen Meinungsaustausch über unsere Kämpfe und Praktiken in Europa und suchen gemeinsame Achsen für Aktionen. Wir werden auch erörtern, wie wir die EU-Politik und deren Institutionen mit unseren nationalen und lokalen Perspektiven konfrontieren.

Anmeldung zur Konferenz: http://www.altersummit.eu/accueil/article/conference-social-labour-rights-in?lang=de

Artikel in englisch: http://www.altersummit.eu/accueil/article/a-conference-on-social-and-labour

 

Trauer um Manfred Fischer

Manfred Fischer 2014Manfred Fischer, langjähriger Freund und Mitstreiter des Euromarsch-Netzwerks, ist am 22. August 2016 infolge einer Herzkrankheit gestorben. Manfred wurde am 24. Juli 1939 in Daugavpils in Lettland mit deutscher Staatsbürgerschaft geboren. Von 1948 bis 1964 lebte er in Beirut, wo er ein italienisches Gymnasium besuchte, das Abitur machte und anschließend ein Studium der Kernphysik begann. Nach Aufenthalten in Frankreich und Deutschland setzte er dieses Studium 1977 in Lyon fort.

Euromarsch hat Manfred als Mitarbeiter der französischsprachigen Zeitschrift „Diagonales Est-Ouest, Courrier des Balkans“ kennengelernt. Für die Euromärsche stand er stets als Übersetzer zur Verfügung, und dies in einem doppelten Sinne, sprachlich wie kulturell. Zusammen mit dem Übersetzernetzwerk Babels arbeitete er auch für das Europäische Sozialforum und das Weltsozialforum.

Sein bewegter Lebenslauf hat aus ihm einen Menschen gemacht, der in vielen Kulturen und vielen Sprachen zu Hause war. Er beherrschte fließend deutsch, italienisch, französisch, sprach daneben auch gewandt englisch, russisch und arabisch. Er hatte Kenntnisse der verschiedensten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge und wusste diese zu vermitteln. Von großem kulturellen Horizont, war er stets freundschaftlich, hilfsbereit und von großer Lebensfreude. Mit seiner internationalen Prägung und seinem Engagement für ein soziales, demokratisches und solidarisches Europa verkörperte er das, wofür die Euromärsche standen und stehen.

Im Nachruf schreibt Euromarsch: Er hinterlässt eine große Leerstelle. Manfred, du wirst uns fehlen. Unsere Gedanken und Wünsche gehen an seine Lebensgefährtin Nicole, seinen Sohn Matthias und seine ganze Familie.

„Am 28. Juni 2016 steht ganz Europa hinter Frankreich!“

Rote-Karte-Aktion in Berlin

Entsprechend dem Aufruf von Alter Summit fand am Dienstag, den 28. Juni in Berlin auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor, gegenüber der Französischen Botschaft eine Protestaktion unter der Parole

Rote Karte für das „Loi Travail“

statt.

Die Vorbereitung und Durchführung der Aktion erfolgte durch Mitglieder von „euromarsch“ (Europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung) und dem AKI (Arbeitskreis Internationalismus) der IGM Berlin.

Die Teilnehmer wurden über die Ereignisse in Frankreich teilweise sogar durch Teilnehmer an Demonstrationen in Frankreich sozusagen aus erster Hand informiert.

Die Teilnehmer hatten dann die Möglichkeit auf einer roten Karte ihre Solidarität zu bekunden.

Die Aufschrift auf der Vorderseite der roten Karte lautete: Rote Karte für das „Loi Travail“ .

Auf der Rückseite konnte folgender Text unterzeichnet werden:

„An die französische Regierung:

Sie erhalten von mir eine Rote Karte. Denn: Ich habe kein Verständnis dafür, dass die französische Regierung gegen den Willen der Bevölkerung ein Arbeitsgesetz verabschieden will, das Lohnabhängige benachteiligt und ihre Gewerkschaften schwächt.
Völlig unakzeptabel ist für mich auch, dass für die Durchsetzung dieses Gesetzes das Demonstrationsrecht angegriffen wird.
Ich solidarisiere mich mit den Protestaktionen unserer französischen Kolleginnen und Kollegen.
(Vorname, Name Unterschrift)

Der Stapel, der unterzeichneten Karten wurde anschließend der Französischen Botschaft übergeben.

Norbert Cultus, Berlin

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